Verbindung zur Eisenstraße

In Gaming gab es schon seit der Gründung der Kartause Hammerwerke, denn bereits 1429 gewährte Albrecht V. dem Kloster jährlich 20 Maß Leobner Eisen mautfrei einführen zu dürfen. Der in Gaming geborene Prior Andreas II. war Sohn eines Schmiedes. Im 16. Jh. werden bereits fünf Hufschmiedezünfte erwähnt.

Am Fuße des Grubberges und innerhalb des Ortsgebietes sowie entlang des Gamingbaches und Pockaugraben siedelten sich verschiedenste Schmiedewerkstätten und Nagelschmieden an. Aus diesen Schmiedewerkstätten entwickelten sich teilweise Industriebetriebe. So gestaltete Andreas Töpper 1832 den „Weghammer“ in Kienberg zu einer Gasröhrenfabrik um. Der etwas talabwärts gelegene „Edelbachhammer“ wurde 1817 durch den k. k. Hufschmiedmeister Josef Winter zu einer Achsenfabrik ausgebaut und erzeugte ab 1840 sogar die hochqualitativen englischen Colings- und später Heiseröl-Patentachsen. 1849 heiratete Josef Heiser, der auch Teilhaber der Gewehrfabrik St. Anton war, die Witwe Carl Winters und verbesserte zusehends die Produktion. 1879 wurde das Töpperwerk dem Heiserwerk angegliedert.

Der Grabner-Hammer mit außenliegendem Wasserrad ist, neben der Kartäuserschmiede in Langau (auf dem Weg Richtung Lackenhof), das einzige, erhaltene Schmiedehammer-Gebäude aus der Blütezeit der Eisenindustrie in der Gemeinde Gaming .  Nach telefonischer Anfrage kann besichtigt werden: die Esse, Reste des gewaltigen Schwanzhammers und zahlreiches Schmiedewerkzeug, welches bis 1964 noch Verwendung fand.

Daten

Bezirk: Scheibbs

Größe: 244,07 km²

Seehöhe: 431 m

Einwohner per 1.1.2019: 3.059

Bewaldungsgrad: 86,50 %

Web: www.gaming.gv.at

Impressionen aus der Gemeinde

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