Verbindung zur Eisenstraße

Mit dem Erlass des Privilegiums von Kaiserin Maria Theresia zur Flößerei wurden Ende des 19. Jahrhunderts bis zu 60.000 Festmeter Scheiter und Blochholz die Erlauf hinab zur Donau geschwemmt. Damit erhielt Wien billiges Holz aus dem Gebiet der heutigen Österreichischen Eisenstraße.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden noch zwei Binder, zwei Wagner, weiters zwei Fuhrwerker und ein Schmied gezählt, die die Verbindung zum Eisengewerbe und deren Nebengewerbe und ebenso deren Bedeutung widerspiegelt. Als man in Petzenkirchen mit der Nummerierung der Häuser begann, erhielt die damalige Heumann—Schmiede (heute Buber) die prominente Nummer 1.

Grund zur Freude hatte die Bevölkerung von Weinzierlberg, Wolfring, Landfriedstetten und Reist im Jahr 1499, weil der Wein sehr gut geriet. Die Nachricht über dieses gute Weinjahr bestätigt, dass in dieser Zeit auch in der Gegend um Petzenkirchen Weinbau betrieben wurde. Laut Aufzeichnungen soll damals aufgrund des milden Klimas Wein sogar bis ins Ötscherland nach Scheibbs angebaut worden sein.

Das Schloss Petzenkirchen wurde laut Überlieferung im 12. Jahrhundert errichtet. Verschiedene Eigentümer waren im Lauf der Zeit am Schloss bis 1823 Kaiser Franz I den Besitz kaufte. Heute beinhaltet das Schloss das Institut für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt der Universität für Bodenkultur, das für Petzenkirchen ein wichtiger Arbeitgeber ist.

Daten

Bezirk: Scheibbs

Größe: 3 km²

Seehöhe: 258 m

Einwohner per 1.1.2019: 1.386

Bewaldungsgrad: 5,94 %

Web: www.petzenkirchen.at

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